[a]live: promotion » » Nachtmahr zu Gast in Erfurt

Nachtmahr zu Gast in Erfurt

 In der Hölle regte sich Widerstand

05.10.2018 [sh] Das Erfurter From Hell wurde am 05. Oktober mit harten Elektro Beats beschallt. Nachtmahr statten der thüringischen Landeshauptstadt im Rahmen ihrer aktuellen Widerstand Tour einen Besuch ab und versprachen diesmal alsbald wieder zu kommen.

Opener des Abends waren DKAG, die ihren Laptops die harten Beats entlockten. Leider fehlte jegliche Interaktion mit dem Publikum, so dass der Funke auf das anwesende Publikum kaum übersprang.

Mit dem Hannoveraner Dark Electro Duo Synthattack kam mehr Bewegung ins thüringische Publikum. Nachdem sie es 2016 ins MERA LUNA Newcomer Contest Finale schafften, liefen die ersten beiden Alben „To The Floor“ und „Club Takeover“ in den Clubs rauf und runter. Mit dem dritten Album „Harsh is Back“ meldeten sie sich nun zurück und befeuerten nun die tanzwillige Masse, so dass im Hell der Wärmepegel anstieg.

Dies jedoch konnte Nachtmahr noch um einiges ausbauen. Der Nebel wabberte durch den Club, Adrenalin- und Hitzepegel stiegen, die Partystimmung war ausgelassen und der Schweiß floss in Strömen. Ob dies nur an der Hitze oder doch eher der erotischen Show der beiden Nachtmahr Damen geschuldet war, sei mal dahingestellt. Standen sie bei den ersten Songs noch zugeknöpft, streng und jegliche Gefühlsregung vermissend an ihren Trommeln, so fielen im Laufe des Abends nicht nur weitere Kleidungsstücke, sondern auch so manch Peitschenhieb.

Mit „Antithese“ gewährten die Musiker um Thomas Rainer einen Ausblick auf das gleichnamige im Januar erscheinende Album. Die Meute war kaum noch zu bändigen, aber wer wollte das auch. Ekstatisch bewegte sich das Publikum, sang mit und ließ sich von der Show in den Bann ziehen.

Höher und höher kletterten nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Stimmungsspirale. Erfurt war zu lange Nachtmahr abstinent gewesen, sodass sich nun die geballte Energie und Begeisterungseuphorie entlud. Ob „Feuer frei“, „Dein Herr“ oder „Helden“, die Thüringer sogen jeden Ton, jede Sequenz tief ein, die ihr Blut pulsieren und das Herz in Trance tanzen ließ. Das ebenfalls dem neuen Album entsprungene „Heile mich“ wird zudem visuell aufgegriffen und befeuerte zudem die Zwangsjacken- und Krankenschwesterphantasien.

Zu schnell verging die Zeit und das Konzert neigte sich dem Ende. Eine Zugabe wurde ohne jegliches Verabschiedungszeremoniell gleich an den Hauptteil des Konzertes angefügt und so entließ die Band ein noch immer begeistertes Publikum mit „Katharsis“ in die Nacht.

zur Galerie


Setze doch einen Trackback auf deine Seite.


Benutzerdefinierte Suche