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Battle Beast, Dominum & Majestica …

Battle Beast, Dominum & Majestica … oder der lauteste Feierabend der Woche

04.11.2025 [mh] Hannover, Dienstagabend. Während draußen die Novemberkälte ihre klammen Finger ausstreckte und andere sich mit Wärmflasche und Netflix in die Couch kuschelten, verwandelte sich das Capitol in einen brodelnden Hexenkessel. Drei Bands, drei Klangwelten, ein Publikum mit Sprungchallenge-Ambitionen und Bierdurst. Man ließ sich die Gehörgänge durchpusten, sprang sich die Alltagssorgen aus dem Leib und zelebrierte jeden Song wie das Finale eines Metal-Märchens.

Majestica aus Boden, Schweden, eröffneten den Abend mit Volldampf: „Power Train“ und der Hochgeschwindigkeitszug rollte an. Frontmann Tommy Johansson dirigierte das Publikum mit Dauergrinsen und Musical-Metal-Stimme, unterstützt von Chris David, Petter Hjerpe und Joel Kollberg. Ihr aktuelles Album Power Train zündete live wie ein Afterburner.

„No Pain, No Gain“ brachte die Nackenmuskeln in Wallung und „Metal United“ wurde zur kollektiven Hymne inklusive Sprungchallange und lautstarken Bier-Rufen. Schlussendlich verabschiedeten sich Majestica mit dem Versprechen: „Wir hoffen, das war nicht unser letztes Mal hier“ und das Publikum hoffte hörbar mit.

Dann wurde es düster und gleichzeitig herzerwärmend. Dominum aus Nürnberg präüsentierten mit ihrem zweiten Album The Dead Don’t Die eine Show zwischen Horrorfilm und düsterer Romantik.

„Liebe ist stärker als Hass“, rief Dr. Dead, während „Hush Little Baby“ morbide Zärtlichkeit versprühte. Hannover? Hatte sie nicht mehr alle – und das war gut so. Bei „Rock You Like a Hurricane“ (Scorpions-Cover) wurde es lokalpatriotisch: textsicher, laut, wild. Luftballons flogen, die Sprungchallenge lebte wieder auf, und bei „We Are Taste the Same“ blutete das Herz des Fronters – das Publikum rief: „Ausziehen!“ und meinte es ernst.

Und dann kam sie: Noora Louhimo. Die Stimme. Die Präsenz. Die Naturgewalt. Als Battle Beast aus Helsinki die Bühne betraten, verwandelte sich das Capitol in ein brodelndes Meer aus Licht, Schweiß und Emotion. Mit ihrem neuen Album Steelbound im Gepäck und einem Set, das keine Wünsche offenließ, zelebrierte die Band jeden Song wie ein Manifest.

„Straight to the Heart“ eröffnete das Spektakel und „Last Goodbye“ und „Here We Are“ boten einen kraftvollen Einstieg ins neue Material. Noora dirigierte das Publikum mit stimmlicher Urgewalt und unerschütterlicher Bühnenpräsenz. Bei „No More Hollywood Endings“ wurde kollektiv geklatscht und „Eye of the Storm“ sorgte für Gänsehaut.

Dann der wohl magischste Moment des Abends: „Put Your Lights in the Air“ und das Capitol leuchtete wie ein Sternenmeer. Bassist Eero Sipilä stimmte „Kann es wirklich Liebe sein?“ aus Der König der Löwen auf Deutsch an und das Publikum schmolz dahin.

Zum Abschluss bedankte sich die Band lautstark für den Support und die Liebe zur Metal-Musik. Jeder Song wurde gefeiert, jeder Moment gelebt. Eine gemeinsame Feier des Lebens, der Leidenschaft und des lauten, ehrlichen Krachs. Und Hannover? Sprang, sang, trank und bewies, dass es definitiv nicht alle Tassen im Schrank hat. Ein lauter, liebevoller Liebesbrief an den Metal – mitten in der Woche, mitten ins Herz.

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