Sabaton auf „The Legendary Tour“
Ein Feldzug mit Feuer, Humor und Herzblut
08.12.2025 [sh] Während ein Funke bereits reicht, um ein ganzes Feuerwerk zu starten, zündeten Sabaton in der ZAG Arena Hannover gleich ein ganzes Arsenal. Zwischen mittelalterlichen Burgtürmen, Mauern wie aus einem Belagerungsszenario und einer Brücke, die sich dramatisch von der Hallendecke senkte, verwandelte die Band die Arena in eine multimediale Zeitreise, die man nicht im Schulbuch, sondern im Moshpit erlebt. Pyrotechnik, Licht und Sound verschmolzen zu einem Spektakel, das nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen der Fans eroberte. Humorvoll, leidenschaftlich und mit einer Prise Selbstironie marschierten die Schweden durch ihre Setlist und machten klar, Geschichte kann man nicht nur lesen, man kann sie auch headbangen.
Schon die Eröffnung wirkte wie ein Treffen historischer Legenden. Caesar, Dschingis Khan und Napoleon gaben sich die Ehre, bevor die Tempelritter ihre Helme lüfteten und als Sabaton selbst die Bühne eroberten. Mit dem Opener „Templars“ schossen meterhohe Feuersäulen empor und formten eine glühende Wand, die über die ersten Reihen hinwegrollte. Die Szenerie wirkte wie ein Strategiespiel, nur dass hier keine Figuren verschoben wurden, sondern donnernde Gitarrenriffs.
Von der ersten Sekunde war das Publikum Teil der Crew, Teil der Schlacht. Hände in die Höhe, Headbanging bis in die hintersten Reihen und immer wieder die lauten, fordernden Rufe „Noch ein Bier!“. Die ZAG Arena bebte, als tausende Kehlen im Chor mitsangen und die Band mit purer Energie zurückfeuerte.
Die zweite, kleinere Bühne in der Hallenmitte sorgte für Nähe. Als die Brücke von der Decke herabgelassen wurde, fühlte es sich an, als würde Sabaton selbst die Grenzen zwischen Publikum und Bühne niederreißen. Besonders bei „Christmas Truce“, verstärkt durch einen sechsköpfigen Chor, verwandelte sich die Arena in ein Gänsehaut-Oratorium.
Sabaton bewiesen Vielfalt. Neben Hymnen wie „The Last Stand“, „Carolus Rex“ und „Primo Victoria“ gab es aktuelle Perlen wie „Hordes of Khan“ oder „A Tiger Amongst Dragons“. Bei „Soldier Of Heaven“ erstrahlte die Halle im Licht hunderter Handys, ein Moment, der zeigte, dass Metal auch sanft sein kann.
Doch Sabaton wären nicht Sabaton, wenn sie nicht auch die Kanonen sprechen ließen. „Attack Of The Dead Man“, „Night Witches“ und „Steel Commanders“ donnerten wie Geschützsalven durch die Arena. Zum Finale „Masters Of The World“ regnete es Konfetti, als hätte man den Sieg einer epischen Schlacht gefeiert.
Die fulminante Lichtshow, die massiven Pyro-Effekte und die Darbietung ließen keinen Zweifel, hier wurde musikalisch wie inszenatorisch Höchstleistung geboten. Besonders charmant verstand es Frontmann Joakim Brodén mit humorvollen Ansagen die Stimmung zwischen den martialischen Songs aufzulockern. Ein Kriegsepos mit Augenzwinkern, das ist Sabaton pur.
Ein Extra-Lob verdient die detaillierte Einweisung der Fotochronisten durch PR-Manager Nick vorab. Ein seltenes aber sehr willkommenes Entgegenkommen, das zeigt, wie professionell Sabaton ihre Shows bis ins letzte Detail durchdenken.
„The Legendary Tour“ ist mehr als eine Tournee, es ist ein Gesamtkunstwerk aus Leidenschaft, Humor und epischer Inszenierung. Ein legendärer Feldzug im Namen des Metal, der Hannover für einen Abend in eine Festung verwandelte.
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