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Donauwalzer bringt Menschen zusammen

André Rieu und sein Johann Strauss Orchester begeistern 5000 Fans in der Erfurter Messehalle

25.01.2018 [nm] Wenn André Rieu und sein Johann Strauss Orchester den Donauwalzer spielen, dann hält es in den Konzertsälen auf der ganzen Welt kaum ein Konzertbesucher auf seinem Platz. Es wird mitgesungen, mitgeschunkelt und meistens schwingen auch einige Paare das Tanzbein. Die spürbare Leichtigkeit des Dreivierteltaktes, gepaart mit André Rieus dezentem Hinweis „meistens tanzen da die Menschen durch die Reihen“, zeigte auch beim Konzert des Niederländers in der Erfurter Messehalle seine Wirkung. Vom Meister an der Violine gab’s zum Dank ein breites Lächeln und das Publikum spendete minutenlangen Beifall.

Singen, schunkeln, tanzen und dazu ein paar flotte Sprüche des Dirigenten – in einem normalen klassischen Konzert unvorstellbar! Aber bei Rieu ist es ein Erfolgsprogramm, das die Massen begeistert. Und das seit 30 Jahren! „Wir spielen heute Abend zum 20. Mal in Erfurt – wenn das kein Grund zum feiern ist“, ruft der Künstler in die Menge und gleich danach stimmen das Orchester, der Chor und alle Solisten zusammen das „Hallelujah“ an.

Während in anderen Orchestern die Musiker gern alle in dezenten, schwarzen Kleidern und Anzügen gekleidet sitzen, setzt Rieu auf Farbe. Leuchtendes Gelb, Rosa, Hellgrün oder Blau – die Damen des Johann Strauss Orchesters machen an diesem Abend auch in Erfurt nicht nur musikalisch, sondern dank ihrer farbenfrohen Roben auch optisch eine gute Figur. Dazu die Herren ganz klassisch im schwarzen Frack.

Aber es wäre kein Konzert von André Rieu, wenn zwischen dem Schlittschuhläufer Walzer und dem Radetzky Marsch nicht einige Solisten mit ihrer Stimme brillieren würden. Gleich zu Beginn des Konzertes in der thüringischen Landeshauptstadt, schien so mancher Konzertbesucher bei der Arie „Nessun dorma“ (italienisch für „Keiner schlafe“) von Giacomo Puccini und gesungen von den Platin Tenors die Luft anzuhalten. Auch als die beiden chinesischen Sopranistinnen Jing Lee und Lin Shao „Plaisir d’Amour (französich für „Freude der Liebe“) zum Besten gaben, hätte man in der Erfurter Messehalle eine Stecknadel fallen hören können.

Wie André Rieu an diesem Abend seinem Publikum selbst berichtet, wird er oft gefragt: „ André, wie wählst du dein Programm aus?“ Glaubt man dem Mann an der Violine, so entscheiden beim Vorsingen nicht allein Gesangstalent und Können. „Ich wähle mit meinem Herzen“, sagt er. Auch das scheint über all die Jahre Teil seiner Erfolgsformel zu sein.

An anderen Stellen seiner Moderationen zwischen den Stücken sagt Rieu „Musik bringt Menschen zusammen“ und „mit der Kraft der Musik kann man alles erreichen“. Auch diese Einstellung gibt Rieu und seinem Johann Strauss Orchester, trotz vieler Konzerte, die Kraft immer weiter zu machen.

Neben dem eigenen Tonstudio in Maastricht gehört zum Rieu-Imperium inzwischen sogar ein eigenes Transport- und Versorgungssystem. Inbegriffen sind ein Gerätepark aus Autos, Bussen und LKW. Neben Musikern gehören auch Bühnenbauer, Beleuchter und Toningenieure längst zur Strauss-Familie. Mehrere Köche kümmern sich auf Reisen um das leibliche Wohl aller und sogar ein Arzt soll immer wieder dabei sein, wenn das Orchester aus 13 Nationalitäten um die Welt reist. Auch ihnen gebührt an diesem Abend die minutenlangen stehenden Ovationen des Publikums in der Erfurter Messehalle. Ohne sein halbstündiges Zugaben-Programm mit Titeln wie „An der Nordseeküste“, bunten Ballons und ein paar Blumensträußen zum Dank, lassen die Fans den Walzerkönig und seine Mannen an diesem Abend aber nicht weiterziehen.

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