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Intimus – Pur und rar mit ASP im F-Haus

Von der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft

25.03.2017 [sh] Der letzte Besuch in Jena liegt schon einige Jahre zurück. Während man 2009 Rückgrat zeigte und die Frage in den Raum stellte „Wer sonst?“, galt es nun selten live gespielte Songs in einem minimalistischen und teils auch neuen Gewand zu präsentieren. Dieses Konzept wurde bereits auf der Jubiläumstour begeistert angenommen. Gemäß dem Motto „Intimus“ luden die Frankfurter dieses Mal in kleine Clubs und intime Locations ein. Das F-Haus sollte auf den bisherigen Tourstationen auch das Kleinste sein, aber wie Frontmann Alexander „ASP“ Spreng im Laufe des Abends erhitzt feststellte, auch das Heißeste. Zudem versprach man im Anschluss an das Konzert noch genügend Zeit einzuräumen, um gemeinsame Erinnerungsfotos und Autogrammwünsche der Fans zu erfüllen.

Während im Saal die Lichter ausgingen, ward die Bühne in blaues Licht getaucht. Erste Begeisterungsstürme erfüllten den Raum. Als mit dem Opener „De Profundis“ erst die Musiker und zuletzt Mastermind ASP höchst selbst auf die Bühnenbretter traten, gab es im F-Haus kein Halten mehr. Da war sie wieder, die Euphorie, die Gänsehaut und die magische Verbindung. Ein Aufwärmen unnötig, von Beginn an ist man mit dem Herzen, der Stimme und der guten Laune dabei. Ein guter Mix aus musikalischen Raritäten und einigen unentbehrlichen Klassikern, wie „Me“ oder „Schwarzer Schmetterling“ folgte und brachte einen unüberhörbaren donnernden Fanchor hervor. Es wurde geklatscht, gefeiert, getanzt, gelacht und das F-Haus zum Beben gebracht. Die Luft flimmerte, der Schweiß rann und das Hitzethermometer wurde unaufhaltsam in die Höhe getrieben.

Immer wieder füllte ASP die Pausen zwischen den Songs unterhaltsam mit erheiternden Geschichten, der Ankündigung der Herbsttour „20.000 Meilen“, aber auch dem Vorsatz nach der Tour inne zu halten, Ruhe zu finden und Energie aufzutanken. Auch wenn es die Fans mit Wehmut erfüllte, so weiß doch ein jeder von uns, wie dringend notwendig erholsame Pausen und Auszeiten vom Alltag für Körper und Geist sind. Das ASP noch immer mit den gesundheitsdefiziten Nachwirkungen zu kämpfen hatte, erklärte er, als man ihm eine Tasse Tee auf die Bühne brachte. In Reutlingen klang seine Stimme erkältungsbedingt wie eine Mischung aus Micha von InExtremo und Grandpa Simpson, doch aufgrund der anschließenden Schonung an den konzertfreien Tagen und noch immer jeder Menge Salbei-Ingwer-Tee wäre die Genesung schnell vorangeschritten.

Mit nun wieder geölter Stimme lud der Meister mit einer ganz besonderen Menükarte ins „Varieté Obscure“ ein. Begeisterung erfüllte den Raum, ein Raunen ging durch die Besucherschar und ein Hauch von Gänsehaut zog sich über den Körper. ASPs erklärtem Lieblingsthema und dem zugehörigen Song „Finger weg! Finger!“ verpasste man eine gehörige Portion Rock´n´Roll und entflammte so erneut die Tanz- und Bewegungsfreudigkeit der Anwesenden. Als Vorgeschmack auf die kommende Tour und das am 27. Oktober avisierte Album, stachelte man mit „20.000 Meilen unter dem Meer“ schon einmal das Entdecker-Gen an. Begeisterung durchzog wiederum den Saal und stimmte die Fans enthusiastisch auf das anstehende Abenteuer ein.

Langsam, aber leider unaufhaltsam näherte man sich dem Ende des Konzertes und versprach natürlich schlussendlich „Fortsetzung folgt“. Noch einmal zog ein Hochgefühl durch den Raum und berauschte die Fans. Unter frenetisch, tosendem Applaus verabschiedeten sich die Musiker. Doch während der Saal weiter unter dem Jubel erbebte und die Anwesenden noch gemeinsam brennen wollten, bereitete man sich kurzerhand im Saal und hinter der Bühne auf die nun folgende Autogrammstunde vor. Aber wie gesagt, Fortsetzung folgt, dann gemeinsam auf Entdeckertour in 20.000 Meilen unter dem Meer.

Wieder einmal bewiesen ASP ein gutes Gespür. Trotz purer Klänge, handgemachter Musik und intimer Atmosphäre, spürte man die übergreifende Energie und die Kraft der nie endenden magischen Verbindung.

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