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Fish im Stadtgarten Erfurt

Derek William Dick setzt sich mit einem kraftvollen Abgesang zur Ruhe – im Gepräck hat er eine farbenfrohe und quirlige Supportsängerin

03.11.2018 [dg] Nach dem aktuell noch in Arbeit befindlichen Album „Weltschmerz“ soll Schluss sein – spätestens 2020. Ein Rückzug auf Raten nach mehreren Jahrzehnten mit Höhen und Tiefen im Musikgeschäft. Mit 60 Jahren darf man auch getrost darüber nachdenken, sich zur Ruhe zu setzen. Sicherlich für viele langjährige Fans ein wehmütiger Abschied. Doch zunächst können sie Fish auf seiner „Weltschmerz / Clutching at Straws“-Tour noch einmal live erleben. So auch am 03. November 2018 im Stadtgarten Erfurt.

Ich gebe ehrlich zu, mit dem Namen Fish konnte ich nicht allzu viel anfangen. In solchen Fällen ist Google mein bester Freund und der sagte mir auch ganz schnell, dass Fish mit bürgerlichem Namen Derek William Fish heißt, aus Schottland stammt und seine Karriere 1981 mit der Band Marillion begann. „Kayleigh“ – ihren wohl größten Hit, der Fish schlagartig weltberühmt machte – kennt wahrscheinlich jeder aus dem Radio. Früher oder später hat man den Song gehört und mitunter für sehr lange Zeit im Ohr. 1988 war Schluss mit Marillion und Fish startete seine Solokarriere. Nicht immer kommerziell erfolgreich, doch von Kritikern gelobt und von seinen Fans geliebt. Nicht jeder ist für den Mainstream gemacht oder will es gar. „Ich weine dem Erfolg mit Marillion nicht nach. Ich habe meine kleine treue Fan-Gemeinde, die mein Schaffen mit mir teilt. Alles ist im Lot. Ich probiere mich auch ein bisschen im Schauspielbereich aus und mache hin und wieder etwas fürs Radio. Ich bin glücklich“, sagte Fish im Jahre 2008. (Quelle: laut.de | https://www.laut.de/Fish). Was will man mehr?

Zwischen zeitgenössischem Pop, traditionellem Rock und Folk Musik hat er über die Jahre sein zu Hause gefunden. Und seine Alben werden bleiben, auch wenn er sich zur Ruhe gesetzt hat. Am Samstagabend ist es voll im Stadtgarten – ein Unbekannter ist der 1.95m große Hühne definitiv nicht.

Der Abend wurde von Doris Brendel eröffnet, die später auch als Background-Sängerin für Fish auf der Bühne stehen sollte. Die Bühnenoutfits ihrer Band sind eindeutig M’era Luna-tauglich. Ihr Stil könnte dort auch ein zu Hause finden – irgendwo zwischen Folk und Rock angesiedelt, mit irischer Flöte im Anschlag – vermochten sie es das Publikum mitzunehmen in den Abend. Als Fish dann endlich auf die Bühne kam, wurde die Bindung, die Fans und Künstler über die Jahre aufgebaut haben, sofort greifbar. Eine treue Fangemeinde ist unbezahlbar. Und Applaus nun mal die ehrlichste Währung für einen Künstler. Ein Entertainer, im Blumenhemd. Und mit Sicherheit ein Abend, den er und seine Fans im Stadtgarten genossen haben.

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