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Harz on Fire zum 25-jährigen Jubiläum

Harz on Fire zum 25-jährigen Jubiläum Der Teufel growlt, die Mauer bebt, dass Hexlein sich im Tanze dreht

07.07.2018 [sh] Kinder, wie die Zeit vergeht. So sagen wir „Happy Birthday Rockharz, auf die nächsten 25 und viele weitere mehr!“, denn das Rockharz Open Air blickte in diesem Jahr auf 25 ereignisreiche Jahre zurück. In diesem Vierteljahrhundert wuchs das Festival stetig, wurde internationaler im Billing, zog mangels Erweiterungsmöglichkeiten 2009 auf den Flugplatz Ballenstedt am Fuße der Teufelsmauer und ja, wuchs auch weiterhin. Mittlerweile hat es sich einen festen Platz im jährlichen Festivalkalender erobert und trotz erhöhtem Ticketkontingent war es die letzten Jahre bereits frühzeitig ausverkauft, da treue, wie neue Fans die familiäre Atmosphäre und das besondere Flair zu schätzen wissen. So feierten auch in diesem Jahr Tausende Besucher das silberne Jubiläum des Rockharz Open Airs und bestätigten den Veranstaltern und ihren unzähligen Helferlein, dass zwar in den vergangenen Jahren nicht immer alles komplikationslos lief, aber dennoch alles richtig gemacht wurde.

Mittwoch. Während ein großer Teil der Festivalgänger bereits die Möglichkeit der kostenpflichtigen Dienstagsanreise nutzten, starteten wir entspannt am Mittwochmittag in den Harz. Die Sonne lachte vom Himmel und die Vorfreude auf altbekannte Gesichter stieg konstant der hinter uns gebrachten Strecke weiter an. Hieran konnte auch der Anfahrtsstau seitens Ballenstedt auf den letzten Metern und die nicht unerhebliche Fahrzeitverlängerung von gut 1 Stunde nichts ändern. Monument, der Eröffnungsact, fiel diesem allerdings leider zum Opfer. Während Bändchenabholung und Parkplatzsuche sich zügig gestaltete, fiel die Begrüßung von Freunden und Bekannten umso länger und vor allem überaus herzlich aus. Zu lange hatte man viele Gesichter nicht gesehen.

Mit Drone, dem charismatische Frontman Mutz und ihrem „101% Sexmetal“ wurde dann bereits ordentlich, wie selbstredend die Bühne „gefickt“. Auch vor der Bühne ging es schnell in die Vollen und ein erster beachtlicher Circle Pit startete. Anschließend überzogen Winterstorm den Ballenstedter Acker mit gut Druck und einer gehörigen Portion Powermetal. Die immer gutgelaunte Grabencrew, liebevoll Grabenschlampen genannt, löschten unterdessen aufkommende Hitzeerscheinungen mit einer kühlenden Wasserdusche. Die nun folgende Formation Bannkreis setzte sich aus einem großen Teil Subway to Sally Mitgliedern und der Sängerin Johanna Krins zusammen und war mit ihrem vierten Liveauftritt noch recht unbekannt, konnten jedoch mit atmosphärischen Klängen, epischem Folkrock und vor allem tanzbarem Sound kurzerhand das Publikum für sich einnehmen. Manowar-Gründungsmitglied Ross the Boss und seine Mitstreiter ließen alte Manowar Zeiten aufleben, brachten aber auch eigene Songs an den Start und ernteten damit nicht nur jede Menge in die Höhe gestreckte Pommesgabeln und sich drehende Haarschöpfe, sondern auch einen frenetisch, lautstarken Infield-Chor. Auch mit dem abendlichen Headliner Kreator ging anschließend die ausgelassene Metal-Party weiter. Die Trash-Metal Legenden donnerten u.a. „Enemy of God“ oder „From Flood into Fire“ martialisch ins Infield, untermalten ihre Show mit jeder Menge Pyro, Luftschlangen, Konfettibomben sowie einer beeindruckenden Lichtshow und hinterließen schlussendlich begeisterte Fans.

Donnerstag. Neuer Tag, neue Hitze, noch mehr Staub! Mit Elan und einem ausgiebigen Frühstück ging es in den Tag. Dank Fahrgemeinschaft nahm ich heute auf dem Beifahrersitz Platz und ließ mich rundum gechillt Richtung Festivalarea kutschieren. Während die Sonne bereits mit aller Kraft auf den Planeten drückte, versuchte man mit Wasserbesprengung das Infield ein wenig zu entstauben. Hielt nur nicht lange an, denn die Sonne leckte alles auf, was der Boden nicht schnell genug aufsog, aber Spaß muss sein und Wasserspielchen machen bei diesen Temperaturen nun mal Laune.

Auch musikalisch versprach der Tag jede Menge Spaß und Abwechslung. So eröffneten Blind Channel mit einem Pop-Metal-Mix und holten hiermit auch schon so manch Festivalgänger vor die Bühne. Anschließend erzählten Cellar Darling Geschichten, treibender wurde es mit Nothgard und Skálmöld stachelten das immer zahlreicher erscheinende Publikum mit ihren mythischen Erzählungen zu sportlichen Höchstleistungen an und dies bei gefühlten 40 Grad. Es wurden rhythmisch die Fäuste in die Höhe gerissen, Crowdsurfer bahnten sich den Weg gen Bühne, ein Moshpit wurde angezettelt und schlussendlich galt es noch rudernd das Meer des Staubes zu durchqueren. Auch die Superhelden der Grailknights baten um Hilfe der Fans, ihres Battlechoires. Gemeinsam bezwang man mit heroischen Hymnen, schnellem Power-Metal-Sound und heldenhafter Unerschrockenheit den Bösewicht Dr. Skull und eroberte den Heiligen Gral zurück.

Ausgelassenes Tanzen ward bei der Letzten Instanz gewünscht. Mit ihrem Querschnitt durch die Klassiker und Hits aus dem 20-jährigen Bandbestehen war das auch wunderbar möglich. Aber auch ernste Töne galt es anzusprechen. Mit ihrer Offenheit zu Themen, wie dem aktuellen gesellschaftlichen Wandel gerieten sie in die Kritik. Aber Holly´s Aussage „Sich gegen Hass und für mehr Menschlichkeit einzusetzen, wäre keine politische Einstellung!“ sorgte bei den Fans für allgemeine Zustimmung. Dieses Statement griffen später am Abend auch die bayrischen Folk-Rocker Schandmaul mit ihrem Song „Bunt und nicht braun“ auf, lieferten aber nichtsdestotrotz noch jede Menge Tanz- und Mitsingklassiker, wie „Hofnarr“, „Der Teufel hat den Schnaps gemacht“ und passend zum geografischen Umfeld „Walpurgisnacht“.

Mit einem knallig, feurigen Start legten die Epic Metaller Equilibrium los. Neben den sowieso schon herab brennenden Temperaturen, ließ die abgefeuerte Pyro die ersten Reihen im eigenen Saft kochen und versenkte so manch Körperbehaarung. Aber ungeachtet dessen wurde auf und vor der Bühne höllisch abgefeiert, ausgelassen geheadbangt und vor allem crowdgesurft. Die Grabencrew hob letztere nicht nur sanft wieder auf den Boden, sondern sorgte mit dem prall gefüllten Wasserschlauch auch für die dringend benötigte Abkühlung. Die Finnen Amorphis haben nicht nur ihr aktuelles Album „Queen of Time“ im Gepäck, sondern auch eine frische Brise. Perfekt um die ausgelassene Partystimmung weiter anschwellen zu lassen. Dies gelang unter anderem mit der ersten Singleauskopplung „The Bee“, die live mal ordentlich druckvoll hämmert und im Folgenden einige Moshpits befeuerte.

Episch, feurig, düster. Powerwolf erklommen die Bühne, um den überaus zahlreich erschienen und dicht gedrängten Jüngern die einzig wahre Heavy-Metal-Messe zu verlesen. Die Saarländischen Wölfe präsentierten sich zwar routiniert, doch trotz allem voller euphorischer Spielfreude. Die Energie war auf und auch vor der Bühne spürbar und mit einer beeindruckenden Lichtshow, Feuerfontänen und ihren eingängigen Melodien, wie mitreißenden Refrains befeuerten sie den Harzer Hexenkessel, dass selbst der Teufel neidisch wurde. Ein grandios, heißer Tagesabschluss. Die Nimmermüden konnten sich zur frühesten Morgenstunde dann noch dem Oberpiraten Mr. Hurley & seinen Pulveraffen anschließen, welche sich dem Rum hingaben, danach „Blau, wie das Meer“ waren und auf nach Tortuga segelten.

Freitag. Sonne aus, Wind an, Temperaturen runter! Wolkenverhangen war der Himmel und verdammt, draußen war es echt frisch. Ohne Jacke ging heute Morgen echt nix. Das Festivalgelände war noch recht übersichtlich besucht. So spielten I´ll be Damned und Aeverium vor kleinem Publikum und versuchten die Müdigkeit und bei einigen wohl auch den Kater zu vertreiben. Letzterer hatte sich dann wohl auch gänzlich bei den folgenden Nanowar of Steel mit eingezogenem Schwanz verzogen. Die Italiener hatten sich mit Neonperücken und Oktopusmaske ins Tütü oder Ganzkörperanzüge gewandet und sorgten mit einer Parodie auf den Metal für den wohl skurrilsten Auftritt des diesjährigen Rockharz-Festivals. Annisokay´s Metalcore brachte Schwung auf und vor die Bühne, denn Sänger Dave maß nicht nur die Bühne in seinem Bewegungsdrang aus, sondern sprang zu Guter Letzt auch höchst selbst ins Publikum. Jede Menge Monster und eine gehörige Portion Horrorpunk gab es mit The Other auf die Ohren. Die Herren agierten voller Enthusiasmus und erzeugten so den ein oder anderen Pogo im Publikum. Mittlerweile hatte auch die Sonne wieder zu alter Kraft gefunden und so schmorten die Beteiligten nun schnell im eigenen Saft und der Feuchtigkeitspegel musste dringend aufgefüllt werden. So löschte man mit dem einen oder anderen Liter des kühlen Blonden oder seitens der Grabenschlampen immer wieder mit Feuerwehrschlauch und einer kühlen Wasserdusche. Wasserparty satt.

Satt war auch der Sound des schwedischen Sextetts Amaranthe. Mit einer gehörigen Portion Melodic Metal und deftigen Grouls rissen sie das Publikum mit und stachelten es zum Mitsingen und Headbangen an. Ob „Hunger“, „Drop Dead Cynical“ oder das balladeske „Amaranthine“, die Masse schienen überaus textsicher und mitmachfreudig zu sein. Auch wenn mir das aktuelle Album ein wenig zu poppig und Chart-/Mainstreamlastig geworden war, so überzeugten Amaranthe im Harz. Battle Beast schlossen nahtlos an und mit ordentlich Tempo trieben sie das Stimmungsbarometer weiter aufwärts. Noora Louhimo und ihre Männer hatten Bock und das sah und spürte man. So feierte nicht nur die Band auf der Bühne, sondern auch die Fans gaben bei „Straight To The Heart“, „Touch In The Night“, „Bastard Son Of Odin“ und den vielen geforderten „Hey, hey heys“ alles.

Dass nicht immer alles nach Plan läuft, zeigte sich in Ensiferums zeitlich unbekannt verlängertem Flughafenaufenthalt. Köpfe rauchten, Lösungen wurden gefunden und so verschob sich der Slot der Finnen kurzerhand auf 1.00 Uhr nachts, während schon Battle Beast und auch die nun folgenden Finntroll eine Erweiterung ihres Sets erfuhren. Letztere heizten dann auch nach einem ausgedehnten Intro die Massen weiter auf und brachten mit Songs wie „Nattfött“,„Jaktens Tid“ und „Trollhammaren“, sowie ihren anfeuernden Interaktionen das Infield zum Kochen und ließen die Crowdsurfer in Massen gen Bühne strömen. Trotz einiger Soundprobleme riss der hohe Stimmungslevel auch bei Alestorm nicht ab, sind sie doch für ihre ausgelassene Bühnenperformance bekannt. Die Menge feierte, initiierte eine Polonaise inkl. Circle Pits, ruderte mit „Captain Morgan´s Revenge“ über den Acker und trug die stagedivende riesige Gummiente auf Händen.

Eisbrecher liefen ein und heuerten die Rockharzer an, um mit ihnen auf Sturmfahrt zu gehen. Gesagt, getan. Mit einer fulminanten Licht- und hochwertigen Rockshow, einem doch repräsentativen Querschnitt ihres musikalischen Wirkens bis hin zur visuellen Untermalung des Songs „Eiszeit“ (trotz höllisch heißer Temperaturen, ließen es die Herren um Frontmann Alex Wesselsky schneien), stellte man sich den großen Herausforderungen. Auch Hammerfall zogen mit ihrer Bühnenshow alle Register. Mit „Riders Of The Storm“, dem „Legacy Of Kings“-Medley oder „BloodBound“ brachten sie den Kessel zum Überkochen und mit einer imposanten Pyro und gewaltigen Feuerfontänen galt es zu „H(e)ar(ts)z On Fire“ den Harz in Brand zu setzen und dem Teufel seine drei Haare anzusengen. Mit den Spielmännern Versengold wurde es zu später Stunde noch einmal folkiger. Gute Laune war Pflicht, machte Lust auf mehr und Tanzen war ein Muss und nicht nur um der einsetzenden Abendkühle entgegenzuwirken, sondern weil der Rhythmus einfach ins Blut ging und Stillstehen gar nicht möglich war. Mit Ensiferum wurden letzte Energiereserven angezapft. Trotz des späten Slots war das Infield voll, die Band motiviert und die Fans erwartungsfreudig. „Way Of The Warrior“, „Iron“ oder „From Afar“, die Köpfe rotierten im Takt, Pommesgabeln reckten sich in Höhe, die Crowdsurfer wurden kein bisschen müde und der Boden erzitterte brachial vom Moshpit.

Samstag. Licht, Sonne, Müde, Wie schon Samstag? Abschiedsblues! Wow, die Nacht war verdammt kurz, umso länger fiel die morgendliche Dusche aus, welche die Lebensgeister langsam wieder auf Betriebstemperatur brachte. Das ausgiebige Frühstück tat sein Übriges. Dann Koffer packen, ab ins Auto und mit Wehmut ging es zum Festivalgelände. Wo war die Zeit geblieben? Waren wir nicht gerade erst angereist? Wer bitte hat an der Uhr gedreht? Aber nicht jetzt schon in Melancholie verfallen, noch gab es ja einen ganzen Tag gute Musik im Kreise toller Leute.

Walking Dead On Broadway enterten die Bühne, vertrieben die Müdigkeit und erzeugten den ersten Circle Pit des Tages, der dank vorheriger intensiver Wässerung schnell in einer Rutschparty endete. Krachende NDH-Klänge fegten mit Erdling über den Platz, die in ihr Repertoire mit „Tiefseetaucher“ und „Erdling“ sogleich Kostproben des Ende Juli erscheinenden Albums einbauten. Bevor die drückende Hitze gar unerträglich wurde, nahm ich noch ein paar Campgroundimpressionen ins Visier. Von Zeltplatzspielchen, über kurzweilige Gespräche, bis hin zu Exclusivgrillern und Luxuscamps war alles vertreten. Rockharz-Camper wissen halt, wie man sich den Aufenthalt angenehm macht. Zudem rissen die Ströme derer, die den Aufstieg zur Teufelsmauer wagten, nicht ab.

Gut durchgegart ging es anschließend mit Skyclad weiter. Mit einprägsamen Melodien und tanzbarem Sound brachten sie das Rockharz Publikum zum Beine schwingen und wirbelten im Jig Pit mächtig Staub auf. Für jede Menge Party, Spaß und gute Laune sorgten die Norweger Trollfest. Sie trieben nicht nur auf der Bühne ihr Unwesen, sondern mit Bassist Lodd Bolt ging es per Polonaise quer durchs Publikum und per Ruderchallange durch den Staub. Gloryhammers Superhelden knüpften an den Spaßfaktor an, kämpften und siegten gegen den Ork, orderten Alkohol beim Publikum und schwangen den „Astral Hammer“, während das dicht gedrängte Infield mitsang, tanzte und eine „Unicorn Invasion“ gen Bühne schwebte. Staub wedelten auch die Reitermaniacs mit einem riesigen Circle Pit und der eindrucksvollen Wall of Death auf. Die Apokalyptischen Reiter sind nicht nur zurück, sondern wissen noch immer, wie man dem Pferd ordentlich Pfeffer unterm Hintern macht. Paradise Lost gelten als alte Hasen in der Szene und prägten diese mit ihrem Sound entscheidend mit. Bei traumhaftem Sonnenuntergangsszenario feierte die Masse die bekannten Klassiker, wie auch das neue Material und unterstütze tatkräftig und sangessicher und überhörte so manch textlichen Aussetzer.

Mit einem erfrischenden Geburtstagsständchen und im roten Glitzerkomplettanzug besprang Stumpen die Bühne und ihm folgte die „Meiste Band der Welt“ – Knorkator. Mit Berliner Kodderschnauze mischten sie das Publikum so richtig auf, die die Texte lautstark mitgrölten, Crowdsurfer im Sekundentakt weiterreichten und den staubigen Acker nochmal gehörig aufwühlten. Aber auch Wirbelwind Stumpen hatte jede Menge Hummeln im Hintern und hampelte und sprang über die Bühne. Er sorgte kurzerhand auch dafür, dass sich die Fotografen so kurz vorm Finale noch einmal sportlich betätigten, indem er sie für Fotos auf die Bühne zitierte. Das Klettern hat sich jedoch definitiv gelohnt, denn der Ausblick auf das Meer an euphorisch feiernden Rockharzern war einfach gigantisch und jagte so manch Entenpelle über die Haut. Ein weiterer Höhepunkt folgte bei „Böse“ und „Weg nach unten“, als die eigene Next Generation von Stumpen und Alf Ator ihre Väter gesanglich unterstützten. Ja und dann waren auch schon die Zeichen eindeutig, „Wir werden alle sterben“ läutete das Ende des Sets ein, wurde aber dennoch frenetisch abgefeiert.

Scheinbar unbemerkt verflog die Zeit, denn mit dem Verklingen der letzten Töne, versammelte sich bereits die Rockharz Crew um Veranstalter Buddy. Im 25. Jahr schaffte es auch die Danksagung mit einem 15-minütigem „25 Anniversary Thank You“ Slot in die Running Order. 15 Minuten Zeit um Innezuhalten und Zurückzublicken. Auf die Anfänge, die Entwicklung, Höhen und Tiefen, aber allen voran auf die Menschen hinter, vor und auf der Bühne, die dieses Festival über die Jahre zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Gründungsmitglieder, langjährige Mitarbeiter sowie der mit Offenheit und Weitblick gesegnete Chef des Flugplatzes Ballenstedt wurden noch einmal explizit benannt und mit einem tosenden Applaus bedacht. Immer wieder hallten „Happy Birthday Rockharz-Gesänge“ über das Gelände, die die ungeheure Verbundenheit mit dem Rockharz, den Machern, dem Flair, der Atmosphäre, den Menschen und den auch einmaligen Erlebnissen deutlich machten. Emotionale Momente voller Gänsehaut und so mancher Freundenträne.

Nun war es an den Melodic-Death-Metal-Pionieren In Flames die aufkommende Wehmut mit wuchtigen Beats, druckvollen Gitarren, einer bombastischen Lichtshow und deftigen Growls in die Flucht zu schlagen. Während die Göteborger die Setlist recht aktuell hielten und mit Klassikern, wie „Pinball Map“ oder „Take This Life“ garnierten, wurden im Infield noch einmal alle Energiereserven mobilisiert, kraftvoll mitgeklatscht, lautstark gesungen und begeistert Crowdsurfing betrieben. Welch epischer Abschluss eines überaus gelungenen und großartigen Jubiläums-Festivals. Das eigentliche Ende läuteten anschließend die Kroaten Manntra ein.

Wow, rückblickend war es verdammt heiß. Die Orga, die Bands, die Crew, die Fans und allen voran das Wetter. Hier schien der Teufel extra Kohlen ins Höllenfeuer gelegt und die Glut noch einmal richtig geschürt zu haben, dass sogar die höchste Brandwarnstufe ausgerufen wurde. Aber dank der Umsicht der Anwesenden gab es trotz allem keine Komplikationen. Das Luftfahrtmuseums Wernigerode schaffte mit seiner Leihgabe, der Transall „Harz Force One“, nicht nur einen beeindruckenden Einlassbereich, sondern auch ein grandioses Fotomotiv.

Es war uns wie immer ein Fest, ein Ankommen und Zuhause fühlen. Ein Herzensöffner und Alltagsverdränger. Hierfür noch einmal unser herzlichster Dank den Organisatoren sowie dem gesamten Rockharz-Team, den Bands und Fans, ebenso der tiefenentspannten Security, den allzeit bereiten Grabenschlampen (die nicht nur im Gewichte stemmen geübt sind, sondern auch mit dem Schlauch umzugehen wissen), Ullis magischen Händen (die mit Ihren Happy Hands jegliche Verspannung wegzaubert) und der verrückten Fotofamilie (über die Disziplinen beim Fotografentriathlon reden wir noch mal).

Vom 03. – 06. Juli 2019 geht das Rockharz in die nächste Runde. Dann, wenn der Teufel im Takt headbangt und das Brockenhexchen auf einem Meer aus Händen crowdsurft, dann sind auch wir hoffentlich wieder mit von der Partie, denn ohne Euch ist nicht nur alles doof, sondern es fehlt was.

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