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„Irish Halloween“ mit Fiddler’s Green und Nachtgeschrei

31.10.2013[me] Durch die Straßen ziehen Kinder auf der Jagd nach Süßigkeiten und Menschen die an diesem Abend lieber irischer Feierkultur „Made in Germany“ frönen wollen. Fiddler’s Green haben in die Posthalle geladen und viele der Gäste konnte man schon von weitem anhand ihrer Kleidung mit dem Karomuster identifizieren. Auch wenn statt dem irischem nur das Würzburger Bier in die trockenen Hälse der Anwesenden floss, versprach der Abend überaus unterhaltsam zu werden. Das Gerstenkaltgetränk floss schon, während die Vorband ihre ersten Töne von sich gab, reichlich.

Wo wir auch schon bei der Vorband sind – mit dabei an diesem Abend „Nachtgeschrei“. Die haben sich einer Mischung aus Folk, Rock, Metal & Mittelalter verschrieben. Kurz nach 20:30 entern die 7 Musiker aus Frankfurt am Main die Bühne in Würzburg. Schon mit dem ersten Titel „Sirene“ von ihrem aktuellen Album „Aus schwärzester Nacht“ scheinen sie das Publikum in der Hand zu haben. Martin der seit 2012 der Band Stimme verleiht kann überzeugen. Überhaupt war ich überrascht wie gut sich das Septett entwickelt hat. Als ich die Spielleute 2010 das letzte mal erleben konnte war ich ja auch schon begeistert. Aber dieses mal haben sie noch einen drauf gesetzt und das liegt nicht nur an dem neuen Sänger, auch der Rest der Band hat sich positiv weiterentwickelt. Nach Neun mit viel Spielfreude präsentierten Tracks war dann aber leider die Zeit auch schon wieder vorbei. Solide Bühnenshow und eingängige aber keinesfalls langweilige Texte und Melodien! Als Entschädigung ging es kurzer Umbaupause gleich weiter im Programm.

Mit neuer Platte und neuem Bühnenbild ziehen Fiddler’s Green gerade wieder durch die Republik. An diesem Abend Zwischenstopp in Würzburg, die Band bahnt sich mit Leistungsstarken Taschenlampen den Weg auf die Bühne, um den „Folkraider“ gekonnt in Szene zu setzen. Direkt im Anschluss starten die Jungs mit „A Night in Dublin“ und „A Bottle a Day“ genau wie auf ihrem Album „Winners & Boozers“ gleich richtig durch. Jetzt dürfte auch dem letzten klar sein, dass ein Fiddler’s Konzert nicht zum ausruhen sondern zum ausgelassenen Feiern da ist. Nach kurzer Zeit bebt die Halle und der erste Schweiß bahnt sich beim Publikum wie auch bei der Band seinen Weg. Es zeigt sich außerdem, dass die Würzburger im letzten Jahr in Erinnerung geblieben sind. Die Ruderübungen auf dem Hallenboden haben bleibenden Eindruck hinterlassen und der Folk-Ruder-Achter lebt an diesem Abend wieder auf. Dies soll heute aber nicht die einzige körperliche Ertüchtigung bleiben. Zu dem Lied „Donkey Riding“ trafen sich einige Konzertbesucherinnen auf den Schultern ihrer Freunde zum gemeinsamen Ausritt. Das Publikum, aber auch die Folk-Rocker haben sichtlich Spaß an diesem Abend. So ziehen die Musiker auch dieses mal wieder musizierend einmal quer durch ’s Publikum. Später wurden dann noch die T-Shirts und andere Oberteile ausgezogen um diese mit viel Schwung über den Köpfen kreisen zu lassen. Die Setlist mit, wie zu erwarten, vielen aktuellen Titeln war sehr kurzweilig. Sie wurde durch Partyerprobte Stücke wie „Bugger Off“, „Yindy“ oder „Sporting Day“ aufgelockert, natürlich durfte auch „Victor and his Demons“ an diesem Abend nicht fehlen. Die Mischung konnte durchaus überzeugen und so war es nicht verwunderlich, dass das Sextett aus Erlangen auch noch 2 Zugaben nach den regulären 90 Minuten liefern musste. Fiddler’s Green wissen mit ihrer Interpretation von Irish Speedfolk zu begeistern und das Publikum im laufe des Abends immer wieder zu Höchstleistungen zu treiben – selten ist man nach einem Konzert so durchgeschwitzt wie an so einem Abend.

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