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Scala & Kolacny Brothers verzaubern das Erfurter Publikum

17.11.2012 [me] Irgendwann früher, es könnte gut und gerne schon zehn Jahre her sein (ganz genau weiß ich es nicht mehr), hörte ich ein paar Pop-Lieder völlig neu interpretiert. Man erkannte die Titel fast sofort, aber es klang doch ungewohnt neu. Das was einem sonst im Radio entgegen schallte wurde von einem Mädchenchor in ein völlig neues Licht gesetzt. Für mich keine Musik, die ich jeden Tag höre, aber ab und an muss es einfach sein, dann gibt es Pianoklänge und erstklassigen Gesang auf die Ohren. Nachdem gerade die aktuelle CD „December“ erschienen ist, auf der nicht unbedingt die typischen „Weihnachtslieder“, wie der Titel erahnen lässt, zu finden sind, machten sich die beiden Kolacny Brüder und Scala wieder auf die Reise, ihre Musik auch dem Livepublikum nahe zu bringen. In diesem Jahr stoppten sie auch wieder in Erfurt. Schon zum vierten Mal treten sie hier auf, wie wir im Laufe des Abends erfahren werden.

Das erste Lied verpasse ich komplett, bin etwas spät dran und noch auf dem Weg zu meinem Sitzplatz. Als ich endlich sitze bemerke ich wieder diese geniale Akustik, die die Alte Oper doch hat. 2005 als hier Schandmaul zusammen mit einem kleinen Orchester auf ihrer Kunststück-Tour Halt machten, war es ähnlich – Gänsehaut pur. Heute ist es ähnlich, glasklarer Gesang mit dezenter aber passender Bühnenshow und einer Prise Effekte im Hintergrund und das alles 1A abgemischt. So erleben wir hier die aktuellen Cover-Titel wie „My December“ (Linkin Park) oder ältere wie zum Beispiel „Hungriges Herz“ (MIA.) aber auch eigene Songs, sprich die von Steven Kolacny komponierten. Gegen Ende dann noch der Dance-Track „I Fail“ zu den Klängen von Regi Penxten (Milk Inc./ Sylver), die Mädels machen es einem echt schwer sitzen zu bleiben und nicht aufzuspringen. Was man bei „normalen“ Konzerten sonst auch nicht so erlebt, zwischen jedem Titel gibt es tosenden Applaus. Aber auch die Scala-Band, bestehend aus vier sympathischen Herren, ist nicht zu verachten, hier und da wird mit Schlagzeug oder Gitarre unterstützt, aber auch stimmlich ins Geschehen eingegriffen. Stijn dirigiert nicht nur – auf eine sehr ansehnliche Art, nein er moderiert auch in nahezu perfektem Deutsch durch den Abend und gestaltet das Ganze damit noch kurzweiliger. Nach etwas weniger als zweieinhalb Stunden inklusive Zugaben ist dann allerdings Schluss, die belgischen Mädchen haben sich ihren Feierabend aber auch redlich verdient auch wenn ich ihnen noch Stundenlang zuhören hätte können. Und als ich mich auf dem Weg nach draußen so umsehe, scheine ich damit nicht alleine zu sein. Im nächsten Jahr, so haben sie angekündigt, werden sie dann zum fünften Mal in Erfurt für uns singen.

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