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The Red Paintings

Das australische Gesamtkunstwerk zu Gast in Leipzig

18.05.2017 [fs] Am 18.Mai 2017 lud die Moritzbastei Leipzig zu einem außergewöhnlichen Konzert ein. Bereits mit ihrem 2013 erschienenen Debutalbum „The Revolution Is Never Coming“ tourten sie um den Globus und verzauberten in ihren Supportshows. Sie begeisterten nicht nur durch ihre Musik, sondern auch durch das Involvieren des Publikums in die Show. Nun sind die Australier wieder unterwegs und begeistern mit ihrem, wie sie es selbst nennen, Orchestral Art Rock. Mit ihrem sehr ausgefallenen Musikstil suchten sie sich in diesem Falle eine musikalisch gar nicht so ins Genre passende Vorband.

Seit gut dreieinhalb Jahren spielen Paisley einen sehr eingängigen britischen Rocksound. Teils mit Grudge-Einflüssen – aber mit viel Spaß auf der Bühne. Den Jungs gefiel der Auftritt sehr, auch wenn die Moritzbastei hätte gefüllter sein können. Allerdings brachten die Dresdner auch ihre eigene Fanbase mit. Aus diesem Grund war das Publikum sogar zweigespalten. Später sah man viele Gesichter, die bei der Vorband noch nicht da waren, hingegen aber auch sehr viele, die nur wegen der Vorband kamen. Hier spielen sicherlich die zwei verschiedenen Musikstile eine entscheidenden Rolle.

The Red Paintings spielen zwar auch eine Art Indie-Rock, aber irgendwie auch anders. Anders aufgrund ihrer vielen eingesetzten Sampels. Der Gesang der Australier ist deutlich aggressiver und die Texte mitunter sehr kritisch. Vermutlich trifft es experimentell einfach am besten. Rhythmusgebend spielte zudem die Violine eine sehr wichtige Rolle. Besonders auffallend und genau in die „was genau spielen sie eigentlich?“ Schiene, fielen auch die Outfits der vier Künstler. Es war etwas – sagen wir -nicht alltägliches. Sänger Trash trug einen langen steifen Rock, überall zierten ihn Augen und er leuchtete. Eine leichte asiatische Note ließ sich erkennen. Auffallend asiatischer waren hingegen die Outfits von der Violinisten, Bassistin und am Schlagzeug. Allerdings hierbei auch nicht klassisch asiatisch, sondern auch wieder extravagant. Extravagant, genau wie eben auch die Musik.

Leider hätte die Moritzbastei deutlich mehr Platz geboten, als Hörwillige anwesend waren. Dies hielt die Besucher jedoch nicht davon ab, gespannt der Musik zu lauschen und sich sogar zum Tanzen bewegen ließen.

Bei der Band scheint Kunst, wer hätte es gedacht, eine wichtige Rolle zu spielen. Aus diesem Grund wurde auch eine Staffelei aufgestellt, auf der sich das Publikum austoben konnte. Eine Dame, vermutlich mit dem Namen Amy, sprang sofort auf die Bühne und malte nebenbei ein kleines Kunstwerk. Schaut euch einfach die Bilder an, dort werdet ihr es wieder finden. ;-)

Wer auf ausgefallene Musik steht, sollte auf jeden Fall zu den kommenden Konzerten von The Red Paintings gehen. Natürlich können alle anderen auch einmal auf einschlägigen Musikplattformen rein hören und sich selbst eine Meinung über die Stilgebung der Band machen.

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